Manipulation von Crowdfunding Kampagnen durch Dritte

“[..] eine Person, die über einen gewissen Zeitraum jede Stunde via Lastschrift 1.000€ gespendet hat und es kam mir so seltsam vor, dass ich das hab prüfen lassen von Startnext und es kam das raus, was ich vermutet habe: Es ist ein Konto, das nicht gedeckt war und diese Person hat gespendet, weil sie gehofft hat, was auch funktiniert hat, dass die Spendenbereitschaft zurück geht [..]” (Zitat aus dem Video von Marik)

In dem Video dokumentiert der Zeichentrickkünstler und YouTuber Marik Roeder eine besonders dreiste Manipulation seiner Crowdfunding Kampagne für TubeClash 2. In mehreren Schritten von jeweils ~1.000 € sollen insgesamt ~50.000€ als Unterstützung eingegangen sein. Das Problem dabei: bei den Einzahlungen handelte es sich jeweils um ein und dieselbe Person, die als Zahlungsweg ein Lastschriftverfahren von einem ungedeckten Konto einsetzte.

Laut Marik soll dies dazu geführt haben, dass die Unterstützerbereitschaft durch andere, also die echten Fans, zurück ging. Wäre diese Manipulation nicht frühzeitig aufgefallen, hätte dies dazu führen können, dass die tatsächliche Zielsumme am Ende nicht erreicht wurden wäre. Marik erklärt weiter, dass Startnext informiert ist, die Unterstützersumme zurück gesetzt wurde und Startnext in dem Vorfall rechtliche Schritte geht.

Ich habe Startnext per Mail um Stellungnahme gebeten. Sobald ich eine Antwort erhalte, werde ich diese hier nachtragen.

Update (20.08.2015):

Anna Theil von der Startnext Crowdfunding GmbH antwortete mir bereits am 10. August, dass sich die Startnext Netwrok GmbH um die Abwicklung des Lastschriftverfahrens kümmert und auch für die Überprüfung und die rechtlichen Schritte zuständig ist. Heute kam noch einmal eine Antwort von Anna Theil, in der es heißt: „Die Bezahlmethode Lastschrift kann in Online-Shops wie auch beim Crowdfunding missbräuchlich eingesetzt werden. Der Missbrauch ist strafbar und wird in diesem Fall von der Startnext Network rechtlich verfolgt.“ Sie bittet weiterhin um Verständnis, dass weitere Details nicht veröffentlicht werden können.

Aufgeschrieben von Steffen Peschel, Kulturmanager und Crowdfunding-Berater aus Dresden und Leipzig.

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Kommentare:

  1. Sören schrieb am

    Mensch, was sollen denn immer solche Aktionen? Anstatt selbst was auf die Beine zu stellen lieber die Energie in solch destruktive Aktionen stecken? Unglaublich. Hoffentlich hat es das Projekt trotzdem geschafft?!

Jan vom NAF

"Für mich heißt Freiraum, selbst gestalten zu können ohne künstliche finanzielle oder bürokratische Hindernisse." (Jan Kossick)

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Marc Litz

“Ich habe bewusst auf einen spontanen Dreh für den Kampagnen-Clip gesetzt, weil dies für mich einfach was mit Ehrlichkeit zu tun hat. Man sollte zwar zeigen was man kann, aber auch dass man ECHT ist, voll und ganz hinter seinem Projekt steht und mit voller Leidenschaft dabei ist.” - (Marc Litz)

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